Die Schweizer Firmen spüren die Rezession wesentlich heftiger, als noch vor einigen Monaten erwartet wurde. Mittlerweile hat der Abschwung alle Branchen erreicht. Besonders stark trifft es die Finanzbranche, die Unternehmens- und Steuerberater und die exportierenden Branchen. Bei den Unternehmens- und Steuerberatern macht sich der Spardruck der Unternehmen bemerkbar: Wenn gespart werden muss, wird in der Regel zuerst bei den externen Posten gespart. Es mag deshalb auch nicht erstaunen, dass die Zahl der insolventen Unternehmens- und Steuerberatern rasant zunimmt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Konkurse um 73 Prozent. Die exportierenden Branchen haben die Krise zuallererst gespürt. Die meisten von ihnen versuchen den Auftragseinbruch durch Kurzarbeit und einen Kapazitätsabbau aufzufangen.
Verschont wurden bisher die Branchen, die von der Binnenwirtschaft und speziell vom privaten Konsum abhängen. Da mittlerweile auch beim Konsum gespart wird, dürften auch in diesen Branchen die Konkurse in den kommenden Monaten deutlich zunehmen.
2009 – Pleiterekord wird immer wahrscheinlicher
«Ein neuer Pleiterekord fürs Jahr 2009 wird immer wahrscheinlicher. Aufgrund der aktuellen Entwicklung rechnen wir 2009 mit bis zu 5200 Firmenkonkursen.» wie Andreas Hungerbühler, Marketing Manager bei der Credita AG ausführt. «Da der private Konsum lange robust blieb und erst vor kurzem deutlich zurückgegangen ist, erwarten wir in den kommenden Monaten insbesondere in den konsumnahen Branchen einen kräftigen Konkursanstieg. Aufgrund der aktuellen Entwicklung müssen wir gar davon ausgehen, dass wir unsere bisherige Firmenkonkursprognose im Sommer nochmals nach oben anpassen müssen.»
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