Durch das verspätete Zahlen entsteht zwischen dem Kunden und dem Lieferanten ein Kreditverhältnis, in welchem der Lieferant zum unfreiwilligen Kreditgeber wird. Die Auswertung von rund 9 Mio. Rechnungen im Rahmen des D&B Zahlungsverhalten-Programms in den letzten zwölf Monaten hat gezeigt, dass viele Unternehmen in der Schweiz den Lieferantenkredit zur kurzfristigen Liquiditätssicherung nutzen.
Aus dem Auftrags- wird ein Kreditverhältnis
Das anfänglich normale Auftragsverhältnis zwischen Lieferant und Kunde kann so unverhofft zu einem Problem für beide werden: Der Lieferant schlägt sich mit negativen Auswirkungen auf seine Liquidität und der Eintreibung der Forderung herum, der Kunde mit der Liquiditätsbeschaffung und oft auch mit der Forderungsabwehr.
Auf der Hut sein ist angesagt!
Solch unangenehme Situationen lassen sich nicht gänzlich vermeiden, jedoch deutlich reduzieren. Es lohnt sich jeden Neukunden sowie regelmässig die bereits bestehenden Kunden einer Bonitätsprüfung zu unterziehen. In den Bonitätsauskünften der Credita sind neben den üblichen Angaben wie Betreibungen, Inkassomeldungen, Beteiligungsverhältnisse und finanzielle Eckdaten auch Informationen aus dem D&B Zahlungsverhalten-Programm enthalten. D&B arbeitet dazu mit verschiedenen Unternehmen in der Schweiz zusammen, zeichnet die Zahlweise derer Kunden auf und stellt daraus Informationen zum Zahlungsverhalten einer Firma dar. Bestehen Liquiditätsprobleme, so schlägt sich dies unmittelbar im Zahlungsverhalten nieder. Am Zahlungsverhalten kann der Lieferant somit frühzeitig erkennen, ob er künftig auch ein unfreiwilliger Kreditgeber eines Kunden werden könnte.