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Pleitewelle ebbt erstmals seit Beginn der Krise ab


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An der Pleitefront zeichnet sich eine zaghafte Erholung ab. Dies zeigen die Firmenkonkurszahlen der vergangenen zwei Monate. Im Oktober meldeten noch 451 Firmen Konkurs, 8,7% mehr als im Vorjahr. Im September fiel der Anstieg mit einem Plus von 6,4% gar noch tiefer aus. Einen derart geringen Anstieg in zwei aufeinander folgenden Monaten gab es letztmals im Sommer 2008 – kurz bevor die Krise auch die Schweizer Wirtschaft erreichte. Trotz rückläufigem Konkurswachstum warnen die Experten von D&B vor einer verfrühten Euphorie.



Mit insgesamt 4`104 Firmenpleiten gab es in den ersten zehn Monaten bereits mehr Konkurse als im gesamten Vorjahr (4`034). Weiterhin am stärksten von der Pleitezunahme betroffen sind die Kantone Nidwalden, Zug und Glarus (Export- und Finanzindustrie). Am besten halten konnten sich die Kantone Neuenburg, Luzern, Thurgau und Jura. Parallel zur Zunahme der Konkurse nahm das Durchschnittsalter der betroffenen Firmen stetig ab. Im Jahr 2009 waren die in Konkurs gegangenen Firmen im Durchschnitt 8,4 Jahre alt.


D&B warnt vor verfrühter Euphorie



Der Aufschwung lässt noch auf sich warten und einige der staatlichen Not- und Stützungsmassnahmen wie Kurzarbeit laufen allmählich aus. Für viele Unternehmen wird die Luft immer dünner. Die Experten von D&B gehen davon aus, dass die Zahl der Konkurse 2010 wieder in die Höhe schnellen wird, falls die Wirtschaft bis zu diesem Zeitpunkt nicht die notwendige Eigendynamik entwickelt hat. „Die Gefahr ist gross, dass die Zahlungsverzögerungen bei Kunden und damit auch die Aussenstände wieder zunehmen.“ sagt Andreas Hungerbühler, Director Marketing & Business Development bei D&B. „Gerade für KMUs kann dies gravierende Folgen haben – bis hin zur Pleite. Deshalb heisst das Gebot der Stunde: Wachsam bleiben, die Kunden im Blick behalten und straff mahnen. Bonität prüfen und überwachen ist ein Muss, damit Unternehmen am Ende nicht auf ihren Forderungen sitzen bleiben.“


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