Domino-Effekt – ein Stein bringt den anderen zum Kippen
Besorgniserregend ist nicht nur der Rekordzahlungsverzug an sich, sondern insbesondere das Tempo der Verschlechterung. Die rasche Verschlechterung des Zahlungsverhaltens innerhalb eines Jahres ist im Domino-Effekt begründet; zahlen die Kunden des Unternehmens A ihre Rechnungen nicht mehr pünktlich, kann das Unternehmen A meist auch seinen eigenen Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen B nicht mehr fristgerecht nachkommen. Dies hat zur Folge, dass auch das Unternehmen B seine Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen C nicht mehr pünktlich erfüllen kann. Ein solcher Domino-Effekt, bei dem ein Unternehmen das andere in die Negativspirale hineinzieht, führt dazu, dass sich der Negativeffekt noch verstärkt und der Zahlungsverzug überdurchschnittlich zunimmt.
So schützen Sie sich vor dem Domino-Effekt
Vor diesem Domino-Effekt können Sie sich nur schützen, indem Sie das Risiko-Management der Krise anpassen. Credita hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft D&B – der in der Schweiz und weltweit führenden Wirtschaftsauskunftei – ein Massnahmen-Paket zusammengestellt, dass nachfolgende Handlungsempfehlungen beinhaltet:
1.
Bevor ein Lieferantenkredit an einen Neu- oder Bestandeskunden vergeben wird, muss die Bonität des Kunden geprüft werden.
2.
die Bonität der Stammkunden muss laufend überwacht und bei neuen Bestellungen erneut geprüft werden. Denn gerade in Krisenzeiten kann sich die finanzielle Situation eines Kunden rasch verändern.
3.
bei der Vergabe von Bestell- und Kreditlimiten ist Vorsicht angebracht. Hohe Bestell- und Kreditlimiten bergen auch hohe Risiken in sich. Es ist deshalb zu empfehlen, gerade jetzt die Bestell- und Kreditlimiten bei Neukunden zu reduzieren und bei Stammkunden nur in Einzelfällen und nach eingehender Prüfung zu erhöhen.
4.
das Mahnwesen muss straffer organisiert werden. Sobald ein Zahlungsverzug vorliegt, muss der Kunde «am besten telefonisch und schriftlich» gemahnt werden. Bei einem angemahnten Kunden sollten zudem die Bestell- und Kreditlimits reduziert und angepasst werden.
Wichtig: Risiken nicht mehr mit neuen Forderungen erhöhen, sondern reduzieren.
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